REPETITORIUM KRANKENHAUSRECHT

Zielgruppe

Betriebsleitung, Medizincontrolling, Patientenmanagement, DRG-Beauftrage, Finanzen und Recht

Seminarprogramm

09.30 Uhr: Begrüßung der Teilnehmer und Beginn der Veranstaltung

09.30 Uhr: 1.Teil: Prüfverfahrensvereinbarung / Versorgungs- und Entlassmanagement

Inhalt:

Durch die nicht vollumfängliche Kodifizierung des MDK-Prüfverfahrens im SGB V ergeben sich rund um dieses Verfahren immer wieder neue Rechtsprobleme. Durch die Prüfverfahrensvereinbarung wurde das Prüfverfahren neu geregelt. Dabei gilt es die Prüfverfahrensvereinbarung alter und neuer Fassung zu unterscheiden; hinsichtlich der zwischen dem 01.01.2015 und 31.12.2016 geltenden alten Prüfverfahrensvereinbarung sind zwischenzeitlich erste sozialgerichtliche Urteile ergangen, welche sich insbesondere mit den Fragen beschäftigen, ob die Vertragspartner (DKG und GKV-Spitzenverband) materielle Ausschlussfristen – wie beispielsweise zur Unterlagenübersendung und Datenkorrektur – überhaupt haben vereinbaren dürfen sowie, ob und wie sich die Prüfverfahrensvereinbarung in die Rechtsprechung des Bundessozialgerichts zum dreistufigen Prüfverfahren einfügt. Sodann wird das Spannungsfeld beleuchtet, ob die zur alten Prüfverfahrensvereinbarung ergangene Rechtsprechung auch auf die neue Prüfverfahrensvereinbarung für Behandlungsfälle ab 01.01.2017 Anwendung finden kann sowie, ob und wie sich aus dieser neuen Vereinbarung rechtserhebliche Änderungen für die Zukunft ergeben.
Darüber hinaus wurde der Rahmenvertrag über ein Entlassmanagement für die Versorgung nach Krankenhausbehandlung gem. § 39 Abs.1a S.9 SGB V durch das Bundesschiedsamt festgesetzt, nachdem sich der GKV-Spitzenverband, die KBV und die DKG nicht haben verständigen können. Krankenhäuser sind demnach grundsätzlich ab 01.07.2017 verpflichtet, jedem Patienten ein solches Management anzubieten. Wir werden Ihnen unmittelbar vor Inkrafttreten dieser Regelungen den Kanon an Rechten und Pflichten vorstellen und dabei auch das laufende Klageverfahren der DKG gegen die Festsetzung des Bundesschiedsamtes näher beleuchten, insbesondere hinsichtlich der Frage, ob trotz der Klage zwingend ab 01.07.2017 die Verpflichtung der Krankenhäuser zum Angebot eines solchen Entlassmanagements besteht.

10.45 Uhr Kaffeepause

11.00 Uhr: Fortführung des 1.Teils der Veranstaltung

12.15 Uhr: Mittagspause

13.00 Uhr: 2.Teil: Spezielle Rechtsprobleme der Abrechnung von Krankenhausleistungen

Inhalt:

Die speziellen Rechtsprobleme der Abrechnung von Krankenhausleistungen bilden das Alltagsgeschäft in Patientenabrechnung und Medizincontrolling ab. Durch die Rechtsprechung der Sozialgerichtsbarkeit, insbesondere des BSG, unterliegen diese Fragestellungen stetigen Aktualisierungen und Veränderungen. Wir zeigen Ihnen diese aktuelle Rechtsprechung auf und geben Ihnen Handlungsempfehlungen für die einzelnen Themenkomplexe mit an die Hand. Dabei werden u.a. der Versorgungsauftrag eines Krankenhauses, „24-Stunden-Fälle“ sowie die vor- und nachstationäre Leistungserbringung beleuchtet. Der aktuelle Stand rund um das den Krankenhäusern vom Bundessozialgericht auferlegte „fiktive wirtschaftliche Alternativverhalten“ bei Fallzusammenführungen wird erörtert. Ebenso wird auf die aktuellen Versuche der Kostenträger eingegangen, den Krankenhäusern die Aufwandspauschale streitig zu machen.

Die aufgrund neuer BSG-Rechtsprechung nochmals an Dynamik zunehmende Thematik der zulassungsüberschreitenden Anwendung von Arzneimitteln im stationären Sektor (Stichwort: Off-Label-Use) wird diskutiert. Neben praxisrelevanten, allgemeinen Ausführungen zu Kodierfragen, Dokumentation und Spruchpraxis wird vor allem die aktuelle sozialgerichtliche Rechtsprechung zu Abrechnungsstreitigkeiten aus allen Instanzenzügen im Mittelpunkt stehen.

14.30 Uhr: Kaffeepause

14.45 Uhr: Fortführung des 2.Teils der Veranstaltung nebst Abschlussdiskussion

16.30 Uhr: Ende der Veranstaltung

Teilnahmegebühr

Je Teilnehmer wird eine Gebühr in Höhe von € 390,00 zzgl. MwSt. erhoben. In der Gebühr enthalten sind die Kosten für umfangreiche Tagungsunterlagen und Tagesverpflegung. Mandanten mit Rechtsberatervertrag zahlen eine ermäßigte Teilnahmegebühr in Höhe von € 290,00 zzgl. MwSt. Nach Anmeldung wird eine Rechnung nebst Anmeldebestätigung erteilt. Die Anmeldung ist erst mit Erteilung der Bestätigung verbindlich.

Teilnahmebedingungen

Die schriftliche Stornierung ist bis 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn kostenlos. Bis 7 Tage vor Veranstaltungsbeginn wird die Hälfte der Teilnahmegebühr erhoben. Bei späteren Absagen wird die gesamte Teilnahmegebühr fällig.

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Stephanie Unger als Ansprechpartnerin gerne telefonisch zur Verfügung.

KANZLEI BOCHUM

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